Montag, 19. September 2011, 22:12 Uhr
Abgelegt unter: hirnwindung, meta
In letzter Zeit steckte ich in dieser Phase, die eigentlich, wenn man die Blogs anderer Leute mal etwas länger verfolgt, jeder In-ein-Blog-Schreibende mal hat.
Natürlich ging’s um nichts Geringeres als das grundlegende Wozu-das-alles-hat-doch-eh-keinen-Zweck-ändert-sowieso-nix-und-wer-liest-n-das-schon? …weiterlesen
“Wie lange glaubst du, kannst du das erwachsen werden noch rauszögern?”
Markus Kavka könnte sich schon allein dann zur Ruhe setzen, wenn er für jedes Mal, da ihm diese oder eine inhaltlich entsprechende Frage in den letzten zehn Jahren gestellt worden ist, 10 Cent erhalten hätte.
Als jüngstes Beispiel sei hier das ansonsten recht nett geratene Interview bei on3.de genannt.
Es gibt offenbar eine ganze Reihe von Leuten, die sehen, dass er als DJ arbeitet, morgens um 8 Uhr am Wochenende irgendwo die After Hours beschallt und sich für eher nicht-mainstreamige Musik wie z.B. Minimal-Techno interessiert. Und da das mit 43 ungewöhnlich ist, muss diese Einschätzung (siehe Interview) ganz unweigerlich durch ein “immer noch” ergänzt werden. Und dass er doch mal langsam “erwachsen” werden solle. …weiterlesen
Montag, 18. April 2011, 00:17 Uhr
Abgelegt unter: meta
So, überflüssige und verjährte Einträge sind jetzt mal auf den Kompost gewandert, bisschen frische Farbe ist schon da, Staub gewischt wurde auch, jetzt nochmal frisch durchwischen, und dann kommt in dieses Blog vielleicht mal wieder etwas Leben.
So lautet der Untertitel von Douglas Couplands Buch “Generation X”. Das im Jahr 1991 erschienen ist. Herrje, vor gut 18 Jahren also. Zu der Zeit stieg die beschriebene Beschleunigung noch so gemächlich an, dass Handys nicht verbreitet waren und nicht annähernd die bescheidenen Außenmaße hatten, wie wir sie jetzt kennen. Das Internet war zwar da, wurde aber nicht von einer breiten Masse verwendet, und die Übertragung größerer Datenmengen, wie sie für Musik oder gar Videos benötigt wurden, waren im wahrsten Sinne des Wortes Zukunftsmusik. …weiterlesen
In einem Gebrauchsgegenstand kann soziologischer Sprengstoff stecken. Denn jeder, der eine Umhängetasche trägt und vielleicht schon Mitte 30 ist, ist nicht erwachsen. Sagt zumindest Martin Reichert in Wenn ich mal groß bin. Das Lebensabschnittsbuch für die Generation Umhängetasche (Fischer Verlag, 2008).
Es ist kein Sachbuch, denn dazu ist es zu unsachlich. Als Polemik geht es wohl noch durch.
In diesem Buch setzt Reichert voraus. Und zwar ständig.
Die Leserschaft, die von ihm, total erwachsen, gesiezt wird, sitze ja vor einem MacBook, das ja die Eltern oder Großeltern der Leserschaft spendiert hätten.
Die Leserschaft verstehe sich ja in langzeitadoleszenter Manier auf dem Job immer besser mit den Praktikanten als mit den Arbeitskollegen.
Sie würde bestimmte Klamotten tragen (Kapuzenshirts! Converse!).
Sie würde immer noch Pop-Musik hören. Mit einem iPod.
Sie würde keine vernünftigen Möbel besitzen, sondern immer wie “auf dem Sprung” eingerichtet sein.
Wer es noch nicht begriffen haben sollte: all diese Dinge sind daneben und ziemen sich selbstverständlich nicht mehr, wenn man laut Reichert (Jahrgang 1973) wirklich erwachsen ist. …weiterlesen
Freitag, 8. Mai 2009, 14:09 Uhr
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Sieh mal an, so kann Online-Kommunikation im Jahr 2009 also funktionieren, und das “sogar” mit etablierten Redaktionen. Dieser Satz klingt zwar wahlweise kindlich-naiv oder wie eine Binsenweisheit, aber schon das Stöbern bei Stefan Niggemeier macht deutlich, wie störrisch sich viele Online-Redaktionen im Umgang mit Leserkommentaren im Allgemeinen und mit deren konkreten Hinweisen auf Fehler in Artikeln im Besonderen immer noch aufführen. …weiterlesen
Samstag, 28. März 2009, 13:58 Uhr
Abgelegt unter: meta
Tja, den Upgrade auf WP 2.7.1 hab ich zwar neulich gut hingekriegt, aber die Kommentar-Funktion hatte einen falschen Pfad, weshalb ich nicht gemerkt habe, dass das Kommentieren seitdem nicht möglich war.
Jetzt geht’s aber wieder, Dank an Janni für den Hinweis.