Du spürst das Gras…
…hier und da bewegt sich was, es macht dir Spaß, nein es ist nicht nur das…

So how we gonna kick it? Gonna kick it root down!
Samstag, 5. Mai 2012, 14:41 Uhr
Abgelegt unter: musik, nachruf

Wenn man mich spontan fragen würde, wäre meine unmittelbare Reaktion “Nee, so Hiphop hör ich nicht so.” Allerdings stimmt das in dieser Deutlichkeit gar nicht so recht, unter anderem sind da die Beastie Boys.

Adam Yauch aka MCA von den Beastie Boys ist tot. Krebs ist ein Arschloch. Meine Güte, der Mann ist 5 Jahre älter als ich geworden.

Gegenüber den Beasties hatte ich eine ziemlich große Bandbreite an Emotionen, es fing an mit Kopfschütteln über dieses nervtötende und ach so primitive Rumgegröhle von Fight for your right (ich war nun mal 16 und mit elektronischen Klängen aufgewachsen), das brauchte doch nun echt kein Mensch. Dass das ironisch gemeint war (und dazu sich als Jugendsünde mit den nächsten Alben mehr als relativieren sollte), hab ich da noch nicht gerafft, zumal sie damals aus der Rolle ja kaum ausbrachen. Und es half nicht grad, dass der dumpfe Metal-Dödel in unserem Schuljahrgang den Song und die Attitüde ganz unironisch geil fand. …weiterlesen



Weltfrauentag
Donnerstag, 8. März 2012, 18:25 Uhr
Abgelegt unter: aufreger, gender studies, realsatire

Mein kurzer Eintrag zu diesem Thema ist zwar bereits drei Jahre alt, er trifft aber weiterhin zu.



Twitter-Lieblinge der letzten Monate
Mittwoch, 15. Februar 2012, 23:57 Uhr
Abgelegt unter: fundstücke, twitter

Um hier mal überhaupt wieder etwas Leben reinzubringen, gibt’s jetzt erstmal zum Aufwärmen eine Reihe von möglichst zeitlosen Twitter-Lieblingen meinerseits. Schon allein, weil mich das neue Twitter nun auch ereilt hat und ich das Tweet-Zitieren mal testen will.

Und natürlich wäre es viel zu langweilig, wenn das Einbetten spontan einwandfrei funktionieren würde, *seufz* aber da müssen wir jetzt durch: Die nun folgende leere Bildschirmseite ist keine Absicht, sondern das Ergebnis irgendeines winzigen aber weitreichenden Fehlers hier im Blog, aber da unten kommen die Tweets dann wirklich, bitte einmal scrollen, danke sehr. …weiterlesen



Blogblues oder Bloglife Crisis?
Montag, 19. September 2011, 22:12 Uhr
Abgelegt unter: hirnwindung, meta

In letzter Zeit steckte ich in dieser Phase, die eigentlich, wenn man die Blogs anderer Leute mal etwas länger verfolgt, jeder In-ein-Blog-Schreibende mal hat.

Natürlich ging’s um nichts Geringeres als das grundlegende Wozu-das-alles-hat-doch-eh-keinen-Zweck-ändert-sowieso-nix-und-wer-liest-n-das-schon? …weiterlesen



Werd mal erwachsen!
Freitag, 22. April 2011, 00:04 Uhr
Abgelegt unter: aufreger, hirnwindung, polemik, popkultur

“Wie lange glaubst du, kannst du das erwachsen werden noch rauszögern?”
Markus Kavka könnte sich schon allein dann zur Ruhe setzen, wenn er für jedes Mal, da ihm diese oder eine inhaltlich entsprechende Frage in den letzten zehn Jahren gestellt worden ist, 10 Cent erhalten hätte.

Als jüngstes Beispiel sei hier das ansonsten recht nett geratene Interview bei on3.de genannt.

Es gibt offenbar eine ganze Reihe von Leuten, die sehen, dass er als DJ arbeitet, morgens um 8 Uhr am Wochenende irgendwo die After Hours beschallt und sich für eher nicht-mainstreamige Musik wie z.B. Minimal-Techno interessiert. Und da das mit 43 ungewöhnlich ist, muss diese Einschätzung (siehe Interview) ganz unweigerlich durch ein “immer noch” ergänzt werden. Und dass er doch mal langsam “erwachsen” werden solle. …weiterlesen



Frühlings Erwachen
Montag, 18. April 2011, 00:17 Uhr
Abgelegt unter: meta

So, überflüssige und verjährte Einträge sind jetzt mal auf den Kompost gewandert, bisschen frische Farbe ist schon da, Staub gewischt wurde auch, jetzt nochmal frisch durchwischen, und dann kommt in dieses Blog vielleicht mal wieder etwas Leben.



Geschichten für eine immer schneller werdende Kultur
Mittwoch, 28. Oktober 2009, 18:45 Uhr
Abgelegt unter: film, hirnwindung, medien, polemik, politik, popkultur

So lautet der Untertitel von Douglas Couplands Buch “Generation X”. Das im Jahr 1991 erschienen ist. Herrje, vor gut 18 Jahren also. Zu der Zeit stieg die beschriebene Beschleunigung noch so gemächlich an, dass Handys nicht verbreitet waren und nicht annähernd die bescheidenen Außenmaße hatten, wie wir sie jetzt kennen. Das Internet war zwar da, wurde aber nicht von einer breiten Masse verwendet, und die Übertragung größerer Datenmengen, wie sie für Musik oder gar Videos benötigt wurden, waren im wahrsten Sinne des Wortes Zukunftsmusik. …weiterlesen



And now for a completely different birthday
Dienstag, 27. Oktober 2009, 18:36 Uhr
Abgelegt unter: popkultur, tv

Heute wird John Cleese 70! Herzlichen Glückwunsch und danke für die Musik Sketche!



Aphorismen als Selbstsabotage
Dienstag, 21. Juli 2009, 19:53 Uhr
Abgelegt unter: hirnwindung, literatur

Aus mir wird sowieso kein berühmter Schriftsteller mehr; wer weiß, ob es in zehn Jahren überhaupt noch Bücher gibt.



Ich spieße, also bin ich – oder: Die Umhängetasche als Wurzel allen Übels
Montag, 22. Juni 2009, 20:11 Uhr
Abgelegt unter: aufreger, literatur, polemik, popkultur

In einem Gebrauchsgegenstand kann soziologischer Sprengstoff stecken. Denn jeder, der eine Umhängetasche trägt und vielleicht schon Mitte 30 ist, ist nicht erwachsen. Sagt zumindest Martin Reichert in Wenn ich mal groß bin. Das Lebensabschnittsbuch für die Generation Umhängetasche (Fischer Verlag, 2008).

Es ist kein Sachbuch, denn dazu ist es zu unsachlich. Als Polemik geht es wohl noch durch.

In diesem Buch setzt Reichert voraus. Und zwar ständig.
Die Leserschaft, die von ihm, total erwachsen, gesiezt wird, sitze ja vor einem MacBook, das ja die Eltern oder Großeltern der Leserschaft spendiert hätten.
Die Leserschaft verstehe sich ja in langzeitadoleszenter Manier auf dem Job immer besser mit den Praktikanten als mit den Arbeitskollegen.
Sie würde bestimmte Klamotten tragen (Kapuzenshirts! Converse!).
Sie würde immer noch Pop-Musik hören. Mit einem iPod.
Sie würde keine vernünftigen Möbel besitzen, sondern immer wie “auf dem Sprung” eingerichtet sein.

Wer es noch nicht begriffen haben sollte: all diese Dinge sind daneben und ziemen sich selbstverständlich nicht mehr, wenn man laut Reichert (Jahrgang 1973) wirklich erwachsen ist. …weiterlesen