In letzter Zeit steckte ich in dieser Phase, die eigentlich, wenn man die Blogs anderer Leute mal etwas länger verfolgt, jeder In-ein-Blog-Schreibende mal hat.
Natürlich ging’s um nichts Geringeres als das grundlegende Wozu-das-alles-hat-doch-eh-keinen-Zweck-ändert-sowieso-nix-und-wer-liest-n-das-schon?
Wenn man die selektive Wahrnehmung auf “düster” stellt, kann einem auch mulmig werden: die Vorratsdatenspeicherung lugt in verschärfter Form wieder um die Ecke (hier die Petition dagegen).
Oder in Kommentarspalten werden wüsteste Fehden ausgetragen, bei denen man nicht in der Haut des (moderierenden) Bloginhabers stecken möchte.
Oder an anderer Stelle werden Leute ohne jeden Versuch einer gütlichen Einigung mit unangemessenen Abmahnungen geknebelt, dass die sprichwörtlichen Kanonen und Spatzen eigentlich als Vergleich noch viel zu mild sind.
Soll heißen, es gibt eine Menge Dinge, die einem den Spaß am Bloggen und am öffentlichen Kundtun von irgendwas wirklich vermiesen können. Denn wenn die Schere im Kopf zu schnibbeln anfängt, lässt man den Klick auf den “Publizieren”-Knopf doch eher sein.
Und irgendwann changiert die selektive Wahrnehmung aber auch wieder ins Positive, man stellt fest, wieviel Wärme, Unterstützung und Spaß im Netz möglich ist, durch Kommentare, Tweets oder Blogerwähnungen. Oder man erinnert sich an ganze Aktionen, die in Blogs losgetreten wurden.
Und auf einmal ist es doch wieder okay, was zu schreiben.
Und man macht weiter. Ohne speziellen Grund. Sondern schon allein, weil’s Spaß macht.
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