Geschichten für eine immer schneller werdende Kultur
So lautet der Untertitel von Douglas Couplands Buch “Generation X”. Das im Jahr 1991 erschienen ist. Herrje, vor gut 18 Jahren also. Zu der Zeit stieg die beschriebene Beschleunigung noch so gemächlich an, dass Handys nicht verbreitet waren und nicht annähernd die bescheidenen Außenmaße hatten, wie wir sie jetzt kennen. Das Internet war zwar da, wurde aber nicht von einer breiten Masse verwendet, und die Übertragung größerer Datenmengen, wie sie für Musik oder gar Videos benötigt wurden, waren im wahrsten Sinne des Wortes Zukunftsmusik. …weiterlesen
Rezensentenrezession
Dass viele Menschen in Deutschland synchronisierte Fassungen von fremdsprachigen Filmen bevorzugen, kann ich in bestimmten Fällen nachvollziehen, da mein Französisch nur zum Bestellen von Croissants und Milchkaffee langt, und meine Kenntnisse in Japanisch, Italienisch, Spanisch oder Chinesisch schlicht nicht vorhanden sind.
Dass viele allerdings auch gleich bei der ersten Fremdsprache Englisch kapitulieren, finde ich gelinde gesagt bedauerlich, aber selbst dafür kann es Gründe geben.
Nun haben wir da gelegentlich eine DVD, auf der sich eine restaurierte Fassung eines (englischsprachigen) Films befindet, mit Filmszenen, die vorher fehlten; diese Filmszenen können dementsprechend damals, als der Film zuerst rauskam, noch gar nicht synchronisiert worden sein. Da manche Synchronisationen locker über 50 Jahre alt sind, leben manche Inhaber der deutschen Stimmen auch schlicht nicht mehr und man kann sie nicht mehr ins Studio zerren. Deshalb sind die entsprechenden hinzugefügten Szenen im Film auf Englisch enthalten, wie denn auch sonst?
Und überhaupt: der Film ist jetzt näher an der Vollständigkeit, als damals zu sehen war – das ist was GUTES!
Wenn es dann Leute gibt, die so sehr den deutschsprachigen Ton erwarten, dass sie die DVD negativ bewerten, weil “der Ton immer sinnlos zwischen englisch und deutsch wechselt”[!!!!], dann fällt es mir echt schwer, angesichts so viel Dumpfheit nicht ausfallend zu werden.
So rennt ein Jahrzehnt dahin
Am 20. August 1998 startete Tom Tykwers Film Lola rennt in den deutschen Kinos.
Am 14. September 1998, also heute vor exakt zehn Jahren, ging meine private Fanpage über Tom Tykwer online. Auch wenn sie veraltet ist und Tom seit einigen Jahren seine eigene hat – sie ist immer noch online.
So ein Jahrestag bringt einen wirklich zum Nachdenken angesichts all der Aspekte, Erlebnisse und Erinnerungen, die mit dieser Website und dem nun abgelaufenen Jahrzehnt verknüpft sind. Mal schauen, wie ich das alles geordnet kriege und ob es in einen Blog-Eintrag passt.
Da ist zunächst der technische Aspekt des Internets:
- Die erste Adresse war eine Geocities-Adresse(!), da 1998 eigener Webspace unerreichbar oder unbezahlbar war (und eine Uni-Adresse mochte ich dafür einfach nicht). Das Layout, so gruselig, wie die meisten privaten Webseiten zu der Zeit aussahen, war nichts für schwache Nerven. Ich glaube, nur <blink> hab ich mir tatsächlich von Anfang an verkniffen.
- Es waren nicht einmal 7 Millionen Menschen in Deutschland online, und die “surften” (eher: schlichen) auch noch mit Modem im Netz herum, was dazu führte, dass schon das Hochladen eines Bildes, das mehr als 100 KB groß war (und das beim Surfen auf die Website ja runtergeladen werden musste, um angezeigt zu werden), von einem schlechten Gewissen begleitet war. So musste auch jeder Link zu einer riesigen 6 MB-Film-Datei mit einem Warnhinweis auf deren Größe versehen werden.
- Das Internet war noch geradezu übersichtlich. Die Internet-Suche fand bei altavista.com(!) statt, und es lohnte sich tatsächlich, alle paar Tage mal nachzuschauen, ob die Stichworte “Tom Tykwer” ein paar neue Seiten ausspuckten. Auf die konnte man dann aufgeregt auf der eigenen Homepage verlinken, da neue Seiten oder Artikel zu der Zeit noch nicht in einem unüberschaubaren Maß hinzukamen. Natürlich muss man dazu sagen, dass Tom zu der Zeit außerhalb Deutschlands auch noch nicht bekannt war, der internationale Release von Lola rennt war noch ein dreiviertel Jahr entfernt.
Dann die Internetkultur:
- Zwischen Websites wurden Links getauscht, man war Mitglied in verschiedenen Webrings, um gemeinsam in der stetig wachsenden Menge an Internetseiten zumindest die eigenen Interessengebiete präsentabel zu halten.
- Der Zulauf zum Usenet mit seiner Unmenge an Newsgroups hatte seinen Höhepunkt noch nicht mal erreicht, und da sie ja textbasiert waren und deshalb vergleichsweise wenig Bandbreite benötigten, waren sie der ideale Tummelplatz, um mit Leuten über alles zu diskutieren.
- Überhaupt: die Tatsache, dass man über E-Mails, Webseiten, Mailinglisten und Newsgroups mit Menschen aus aller Welt(!) in Kontakt treten konnte, war das, was einen wirklich umgehauen hat. Ich erinnere mich noch, als ich die jeweils erste E-Mail-Anfrage wegen meiner Website über Tom aus den USA und Japan bekam, das war ein unglaubliches Gefühl. Die (nachvollziehbare) Selbstverständlichkeit von heute lässt mich manchmal die Euphorie von damals etwas vermissen.
- Es ist seltsam, festzustellen, dass es im Jahre 2008 bereits Menschen gibt, die sich ganz selbstverständlich im Internet bewegen und so etwas wie Webrings, Mailinglisten und Newsgroups gar nicht mehr kennen. Was aber natürlich nachvollziehbar ist, da diese Werkzeuge quasi aus der Not der Bandbreite geboren wurden und heutzutage in Foren und Blogs, die man DSL besucht, schlicht unnötig geworden sind. Aber es sind Werkzeuge, die mich in meinen ersten Internetjahren immer begleitet haben.
Tom Tykwers Filme:
- Im Winter 1997 sah ich zum ersten Mal Winterschläfer, ohne je den Namen Tom Tykwer gehört zu haben, nur Heino Ferch, der mitspielte, sagte mir etwas. Der Film war seltsam, und lotete die Grenze zur Glaubwürdigkeit aus, weil alles, was passierte, so unwahrscheinlich (aber eben nicht unmöglich) war. Aber vor allem sah ich nach der Beziehungskomödienwelle mit ihrer sachlichen, zweckdienlichen, aber nicht beeindruckenden Kameraarbeit endlich einen deutschen Film, der sich um Kinobilder bemühte. Der mit Bildern und Musik eine traumartige und traumhafte Atmosphäre schuf. Der sich Zeit ließ und in dem ein Unfall wie in Zeitlupe abzulaufen scheint, obwohl gar nicht nur Zeitlupe verwendet wird. Und ein Film, in dem die Protagonisten zunächst einmal “ungewöhnlich” handeln, und man im Laufe des Films immer mehr entdeckt, weshalb sie so handeln. Ein Prinzip, das Tom später in Der Krieger und die Kaiserin beeindruckend auf die Spitze trieb.
- Über Lola rennt und die dazugehörenden Erinnerungen schreibe ich noch einen eigenen Eintrag.
- Im August 2000 bekam ich per Mail einen Hinweis, dass in Hamburg eine Pressvorführung von Der Krieger und die Kaiserin lange vor dem Starttermin stattfinden sollte. Klar konnte ich mir das nicht entgehen lassen und setzte mich in Bremen in den Zug, um gegen 10 Uhr morgens (die Vorteile des Studentenlebens) ohne weitere Nachfrage nach Hamburg in ein mir unbekanntes Kino zu fahren. Dummerweise war zeitgleich eine andere Pressevorführung anberaumt worden, weshalb die Zahl der Leute im Foyer unangenehm übersichtlich war. Als ich am Tresen vorsichtig nachfragte, ob das hier richtig wäre für die Aufführung des neuen Tykwer-Films, wurde ich an die Frau verwiesen, die direkt neben mir saß, es war Maria Köpf, Produzentin von X-Filme. Es war einerseits schon witzig, ihr die Hand geben zu können, andererseits kam ich mir für einen Augenblick wie der aufdringliche unangenehme Fan vor, der sich zuviel rausnimmt und den Beteiligten damit auf den Geist geht. Aber als ich dann erklärte, weshalb ich von der Vorführung wusste, durfte ich bleiben, mir ein Presseheft schnappen und Toms neuen Film auf der großen Breitwand-Leinwand genießen.
Soviel fürs Erste. Das ist noch lange nicht alles, aber jetzt geht mir grad die Puste aus.
Als LoIa rennt rauskam, gab es außer einer minimalistischen “Website zum Film” und einigen Filmkritiken quasi nichts über Tom im Netz zu lesen. Und so wurde, für mich überraschend, meine Website damals tatsächlich die erste, die sich speziell mit dem Werk Tom Tykwers beschäftigte.
Zehn Jahre im Netz kommen mir vor wie 20 Jahre im echten Leben. Und es ist unfassbar, was sich seitdem alles geändert hat. Unser Umgang mit Informationen, die Verfügbarkeit von (zuviel) Informationen, und natürlich die Selbstverständlichkeit dieser Verfügbarkeit. Mal sehen, wie sich die kommenden zehn Jahre in zehn Jahren anfühlen.
Und was sammeln wir jetzt? oder: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner ständigen Verfügbarkeit.
Ein erstes Brainstorming, dem noch weitere folgen werden.
Es ist zwar schon zehn Jahre her, aber im großen Zusammenhang gesehen ist es eben doch erst zehn Jahre her, als ich wieder einmal dem überaus coolen London einen Besuch abstattete. 1998 also, der letzte Besuch im alten Jahrtausend.
Die ersten Stationen meiner eigenen Art des Sightseeings führten mich zu HMV, Virgin und Tower Records (anschließend auch zu kleineren Musikgeschäften abseits der großen Straßen).
Zum einen wollte ich neue Musik kennenlernen, was, da ich mich im Heimatland des Pop befand, sogar in den großen Ladenketten ging. Denn das, was dort selbstverständlich und mainstreamig aus den Kopfhörern schallte, wurde in Deutschland im kleinen Club deines Vertrauens oder in einer versteckten Sendung auf VivaZwei(RIP) gespielt.
Und außerdem gab es dort englischspachige Filme! Mit Betonung auf englischsprachig. Endlich Videokassetten mit original englischer Tonspur. Auch die gab es hierzulande nur per Import oder mit langen Wartezeiten in der Videothek des geringsten Misstrauens. Denn auch die Online-Shops des Internets steckten erst knapp in den Kinderschuhen.
Diese Kleinode wurden mit leuchtenden Augen gekauft, nur selten habe ich im Kopf die geforderten Pfund-Preise in horrende D-Mark-Preise umgerechnet, und selbst wenn, war die Aussicht, diesen Film in der Originalfassung oder diese CD endlich selbst in Händen zu halten, ohnehin das entscheidende Argument.
Wieder in Deutschland, habe ich mehr als einmal meinen Kabelnetzbetreiber verflucht, weil er West3, auf dem häufiger Filme in Zweikanalton ausgestrahlt wurden, per Satellit ins Netz einspeiste und deshalb nur schnöder, deutscher Einkanalton übrigblieb.
Mittlerweile lasse ich mir per Mausklick CDs unter deutschem Ladenpreis aus den USA schicken, die in Neuseeland abgefertigt werden. Der CD-Katalog wird nicht mehr durch einen Händler hinterm Tresen zur Verfügung gestellt, sondern ich selbst habe in meinen eigenen vier Wänden am Bildschirm Zugriff auf den “Weltkatalog” der Musik.
(Fast) Jede deutsche DVD-Fassung eines nicht-deutschssprachigen Films enthält die Originaltonspur (“Ich hab ja neulich Tiger and Dragon auf Mandarin gesehen; ganz anderer Wortwitz!”). Man muss einen deutlich exotischeren Filmgeschmack haben als früher, um darüber zu stolpern, dass es bestimmte Filme noch nicht in die deutsche DVD-Veröffentlichung geschafft haben, auch wenn es hier durchaus noch bestimmte Defizite gibt (wann werden z.B. endlich Robert Altmans The Player, Short Cuts und Alan Rudolphs Mrs Parker and her vicious circle in anständigen Editionen auf den Markt geworfen?).
Auch TV-Serien, die auf Video nur spärlich veröffentlicht wurden, überschwemmen den Markt, von hochwertig bis zu “Mein Gott, das hat jemand nochmal auf DVD gepresst??”.
Hinzu kommt, dass ich, wenn ich denn wollte, durch EMule, Torrent und Konsorten jeden nur erdenklichen Film, jede TV-Serie und jedes Musikalbum sehen und hören könnte, gelegentliche längere Wartenzeiten wegen mangelhafter Verfügbarkeit zugestanden. Selbst amazon.de hat einen riesigen DVD-Verleih, wodurch auch die Videothek um die Ecke ihre Wichtigkeit verloren hat.
Wenn ich denn also will, bekomme ich jeden filmischen oder musikalischen Inhalt auf meine Festplatte oder ins Haus. Zu jeder Zeit. Von moralischen und urheberrechtlichen Bedenken abgesehen: ohne Einschränkung.
Und ja, es ist fantastisch, nicht mehr auf den guten Willen oder das (mangelnde) Wissen eines Plattengeschäft-Mitarbeiters angewiesen zu sein, wenn man da neulich so’n bestimmtes Lied gehört hat. Klar ist es ein herrliches Gefühl, sich recht sicher sein zu können, einen Film, den man sehen will, auf DVD zu bekommen und in der gewünschten Sprache anschauen zu können.
Aber was macht das mit mir? Wie beeinflusst dieser Umstand meine Wahrnehmung und Wertschätzung dessen, was ich an medialer Unterhaltung konsumiere? Wie groß ist die Freude, eine CD oder auch nur ein bestimmtes Musikstück gefunden zu haben (und dazu gleich zu besitzen!), wenn ich lediglich in einem Programm oder auf einer Online-Shop-Website die Suchfunktion verwenden muss und mich nicht einmal aus dem Haus bewegen brauche?
Ein Bekannter von mir meinte kürzlich: “Ich hab jetzt 160 Gigabyte MP3s auf meiner Festplatte, ich weiß gar nicht, wie ich mich da jemals durchhören soll.” Das war der Moment, in dem mir auffiel, dass mein CD- und DVD-Sammeltrieb auf einem ganz ähnlichen Prinzip beruhte: Ich war froh und glücklich, dass ich durch den Besitz die Möglichkeit erhielt, zu jeder Zeit “da ranzukommen”. Das war das Besondere daran, eine CD oder DVD sein Eigen zu nennen.
Aber seit einigen Jahren habe ich, wie eben gesagt, all diese Inhalte ohnehin ständig zur Verfügung. Das Besondere des Besitzes einen physischen Datenträgers fällt immer mehr weg. Wenn in absehbarer Zeit in der Filmindustrie das Stream- und Download-Geschäft sich doch mal dazu herablässt, ins Rollen zu kommen, würden sogar, wie schon beim Musik-Download, die Scheiben als Verkaufsgut wegfallen. Verkauft werden also reine Inhalte, keine Objekte, auf denen sie gespeichert sind. Und dazu sind es noch Inhalte, die immer zur Verfügung stehen, da sie keinen Datenträger zum Transport mehr benötigen.
Wenn das also so ist, und der Kauf/Besitz einer DVD, CD oder einem ähnlichen Medium nicht mehr Voraussetzung ist, um Zugriff auf gewünschte Filme, Musik oder TV-Serien zu haben, wird meine Musik- und Filmsammlung quasi überflüssig. Und daraus ergibt sich die überschriftgebende Frage, die ich für mich noch nicht beantworten kann:
Was sammeln wir jetzt?
Geht etwas verloren, wenn das Gefühl fehlt, ein konkretes Objekt zu besitzen, auf dem sich der gewünschte Inhalt befindet? Wenn ja, was? Wenn nein, ist das schlimm und wird es vielleicht sogar durch irgendwas ersetzt? Schätzen wir Musikstücke und Filme weiterhin genauso, wenn wir sie alle einfach immer bekommen können, ohne den geringsten Jagdinstinkt einsetzen zu müssen?
[EDIT 13.10.2008: Zu diesen Gedanken passt wunderbar ein Artikel drüben beim Spreeblick.]
From my cold dead hands
Nun könnense ihn endlich beim Wort nehmen.
Hin- und hergerissen, ob ausgerechnet ein Nachruf wirklich ein so guter Einstieg in ein nigelnagelneues, frischbezogenes Blog ist, habe ich mich doch für diesen Eintrag entschieden, denn es ist eine von den aktuellen Storys, zu denen ich so drauflosplappern kann, gefragt oder ungefragt.
Dass Charlton Heston nicht mehr unter den Lebenden weilt und im annehmbaren Alter von 84 Jahren gestorben ist, kann zwar nicht mehr als Neuigkeit gelten, immerhin wurde das ja schon gestern bekanntgegeben, und spätestens seit Mitte dieses Jahrzehnts ist gestern gleichbedeutend mit letzte Woche (dass gestern Sonntag und somit tatsächlich “letzte Woche” war, ist lediglich ein ironischer Zufall des Kalenders).
Dennoch überlege ich immer noch, welche abschließende Einstellung ich eigentlich zu Mr. Heston habe. Auf der einen Seite steht sein Name für sonnengebräunte Sandalen-Bombast-Unterhaltung in jedem guten Feiertags-Filmprogramm im TV, bei dem sowohl das Filmformat als auch das Pathos ohne Breitbildfernseher gar nicht adäquat dargestellt werden können.
Wenn er mit seinem kantigen Gesicht in Ben Hur zum x-ten Mal die Schikanen der bösen Römer erduldet, um anschließend in Kitsch und religiösem Quark versinkend gegen alle Widerstände doch das Wagenrennen zu gewinnen, ist das immer wieder unterhaltend und hat geradezu etwas Versicherndes, Beruhigendes: solange Charlton Heston in Technicolor in den Vierspänner steigt, geht das Osterfest seinen beruhigend gewohnten Gang.
Auf der anderen Seite war er in späteren Jahren bekannterweise Vorsitzender der amerikanischen National Rifle Association und hat ätzenden, reaktionären Schund von sich gegeben, der unter anderem in den titelgebenden Ausspruch dieses Eintrags gipfelte, mit dem er ausdrückte, wann die anderen ihm frühestens sein Gewehr aus den Händen reißen könnten.
Charlton Heston ist einer der großen Namen, wenn es um die US-amerikanische Filmgeschichte geht und ist eine von mehreren spontanen Assoziationen, die ich zu großen Leinwandspektakeln der 50er und 60er Jahre habe. Trotz Kitsch und oft übertriebenem Pathos steckt darin auch eine Qualität. Aber seine Verbohrtheit und sein erschreckendes Umschwenken zu republikanischem Erzkonservatismus in späteren Jahren hinterlassen einen verdammt üblen Beigeschmack.
Insofern erlaube ich mir jetzt, ihm endgültig seine verdammte Knarre abzunehmen – wo er jetzt ist, braucht er sie ja wohl nicht mehr.