Freitag, 27. Februar 2009, 02:00 Uhr
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Andy Parsons in der BBC-Comedy-Show Mock the Week:
“Once again, they’ve been having a go at skinny models saying they give us a bad body image. Now, I’m not sure we’re quite that insecure, are we? When I see a skinny model I don’t think ‘Oh, I better go on a diet.’ I think ‘Oh, there’s a skinny model, I bet they’re hungry. I think I’ll have a pie!’”
Russel Howard, einer der aktuellen britischen Stand-up Comedians:
“I think the papers are making this country a worse place to live, don’t you feel like that? Just the unremitting horrors of the Daily Express; they could just get rid of the news and have every day: ‘DON’T GO OUTSIDE! IT’S FULL OF QUEERS, BLACKS AND CRIME! OH, IF ONLY DIANA WAS HERE!’”
Dass viele Menschen in Deutschland synchronisierte Fassungen von fremdsprachigen Filmen bevorzugen, kann ich in bestimmten Fällen nachvollziehen, da mein Französisch nur zum Bestellen von Croissants und Milchkaffee langt, und meine Kenntnisse in Japanisch, Italienisch, Spanisch oder Chinesisch schlicht nicht vorhanden sind.
Dass viele allerdings auch gleich bei der ersten Fremdsprache Englisch kapitulieren, finde ich gelinde gesagt bedauerlich, aber selbst dafür kann es Gründe geben.
Nun haben wir da gelegentlich eine DVD, auf der sich eine restaurierte Fassung eines (englischsprachigen) Films befindet, mit Filmszenen, die vorher fehlten; diese Filmszenen können dementsprechend damals, als der Film zuerst rauskam, noch gar nicht synchronisiert worden sein. Da manche Synchronisationen locker über 50 Jahre alt sind, leben manche Inhaber der deutschen Stimmen auch schlicht nicht mehr und man kann sie nicht mehr ins Studio zerren. Deshalb sind die entsprechenden hinzugefügten Szenen im Film auf Englisch enthalten, wie denn auch sonst?
Und überhaupt: der Film ist jetzt näher an der Vollständigkeit, als damals zu sehen war – das ist was GUTES!
Wenn es dann Leute gibt, die so sehr den deutschsprachigen Ton erwarten, dass sie die DVD negativbewerten, weil “der Ton immer sinnlos zwischen englisch und deutsch wechselt”[!!!!], dann fällt es mir echt schwer, angesichts so viel Dumpfheit nicht ausfallend zu werden.
Montag, 3. November 2008, 15:10 Uhr
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Überall auf der Welt gibt es Menschen mit skurrilen Hobbies. Besonders bekannt dafür sind ja die Engländer. Unter ihnen gibt es solche, die von der Architektur und dem unterschiedlichen Design des Kreisverkehrs(!) in England fasziniert sind. Dementsprechend haben sie sich natürlich zu einer Gruppe zusammengeschlossen. Dass es eine derartige Fangemeinde gibt, die Fotos und ganze Kalender von Kreisverkehren veröffentlicht, finde ich schon skurril.
Aber noch viel wunderschöner finde ich, dass sie sich den Namen ihrer Gruppe nicht etwa mit “Fan Club” oder “Party” verunstalten, sondern sich so profoundly and utterly British allen Ernstes The Roundabout Appreciation Society nennen!
Okay, vor einigen Wochen hatte ich die Idee, eine Linksammlung anzulegen mit bemerkenswerten Video-Ausschnitten und Textzitaten, die Sarah Palin charakterisierten oder auf den Arm nahmen.
Ich habe das dann sein lassen, denn mit so einer Sturmflut an Material kam ich nicht zurecht. Wie hätte ich den Unmengen an Original-Interview-Schnipseln, Saturday Night Live-Sketchen, Youtube-Parodien, ätzenden Editorials und der Flut von Daily Show-Ausschnitten je Herr werden können?
Aber John Cleese zu Wort kommen lassen, ist ohnehin eine gute Idee und sein kurzes Statement dazu angenehm treffend:
Politiker schreiben ihre Reden (meistens) nicht selbst. Und Pointen setzen gehört erst recht nicht zu ihren Aufgaben. Wenn also beim ehrwürdigen und doch lockeren Charity-Ereignis Alfred-E.-Smith-Dinner John McCain und Barack Obama sich selbst und ihren politischen Gegner gekonnt auf die Schippe nehmen, tun sie das nicht als eine Eigenleistung, sondern durch ihre Gagschreiber.
Unabhängig davon muss ich überrascht feststellen: die Reden sind wirklich witzig. Und ja, von beiden Kandidaten. Trotz aller Aufgesetztheit und Etikette des Anlasses, trotz einer kurzen Schleimspur zum politischen Gegner, trotz der möglichen “Das gehört sich so, aber sie selbst denken was ganz anderes”-Gedanken ist es wirklich entspannend, die Kandidaten mal auf diese Weise miteinander umgehen zu sehen.
(Depeche Mode, “Work Hard”, B-Seite der “Everything Counts”-Single, 1983)
James Brown war “the hardest working man in showbusiness”?
Oder arbeiten die Stones noch härter, wenn sie auch in 20 Jahren noch mit Gehhilfe auf der Bühne gekarrt werden?
Oder sind es Die Ärzte, deren Endlostourneen sie nach jeder Albumveröffentlichung in jede deutsche Stadt mit mehr als 500 Einwohnern bringen?
Spiegel Online weiß: Alles Luschen, die wirklich am härtesten arbeitenden Musiker auf diesem Erdenrund sind mit weitem Abstand die Helden meiner Teen- und Twen-Jahre: Depeche Mode!
Denn:
“Die Band sprengt inzwischen mit mehr als 100 Millionen verkauften Tonträgern und über 12 Millionen Konzerten[sic!] rockhistorische Dimensionen.”
Dave Gahan wird sie alle überleben und auf der Bühne in Grund und Boden wirbeln, ich wusste es schon immer!
Donnerstag, 2. Oktober 2008, 23:00 Uhr
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Neben der grundsätzlichen Aussage dieses Flowcharts finde ich die Pfeile, die nach der Beantwortung von “Are you hungry” beide auf “Find food” deuten, besonders nett.
~~ USAerklärt weist darauf hin, dass die Interviews deutscher Politiker nachträglich autorisiert werden, während so etwas in der englischsprachigen Welt als ein Eingriff in die Arbeit des Journalisten angesehen wird:
Die verschiedene Vorgehensweise führt zu einem Unterschied in der Zahl der saudummen Bemerkungen von Politikern, die die Bevölkerung erreichen. Während amerikanische, australische, britische und kanadische Politiker scheinbar ständig their foot in their mouth haben, sind ihre deutschen Kollegen durch ein Netz und einen doppelten Boden vor den größten Fettnäpfchen geschützt. Entsprechend wirken sie – zumindest im Durchschnitt – rhetorisch geschickter.
~~ 11Freunde über ein doch recht bemerkenswertes Spiel meiner Lieblingsmannschaft am vergangenen Wochenende:
93. [Minute:] Schlusspfiff. Die Stürmer beider Mannschaften verabreden sich zum Après Ski, die Verteidiger gründen eine Selbsthilfegruppe. Ralf Rangnick eilt in die Kabine, um seinen ersten Roman zu verfassen: »Begrabt mein Herz an der Biegung der Weser«.
Thomas Schaaf, dessen linke Gesichthälfte seltsamerweise wesentlich faltiger ist als sein rechte, wird gefragt, ob er in Partystimmung geraten sei. Nach zehn Sekunden Bedenkzeit sagt er: »Nö.«
Aus Spaß am Spiel war das natürlich der Wahnsinn; als Fan der Heimmannschaft, die sich oben in der Tabelle positionieren will und nach 6 Spieltagen pro Spiel 2 Gegentreffer gekriegt hat, wird mir aber doch langsam mulmig.
~~ Manuel Andrack vermutet ein baldiges Ende von Schmidt & Pocher. Was ich sehr begrüßen würde, denn fortgeführte Leichenfledderei an einer ohnehin unterirdischen Sendung ist einfach geschmacklos.
Nachdem ich mich neulich ja bereits darüber ausgelassen hatte, wie diskussionsunwürdig es sei, Sarah Palin außenpolitische Erfahrung zugute zu halten, da sie gleich neben Russland wohne, hat Stefan Niggemeier jetzt sogar einen Interview-Schnipsel (mit Katie Couric von CBS News) gefunden, in dem Madame selbst in souverän-selbstdemontierender Art dieses Argument anführt.
Doch vorsicht, das sind sehr lange 87 Sekunden.
In Stefans Eintrag findet sich außerdem ein Link zu einem Text der konservativen Kolumnistin Kathleen Parker, in dem diese es schafft, mit einem einzelnen Satz so knapp wie es nur möglich ist, die Gefühle zu beschreiben, die einen überkommen können, wenn man Sarah Palin länger zuhört:
“My cringe reflex is exhausted.”
[EDIT: Es gibt auch die Möglichkeit, sich das ganze Interview anzuschauen, aber das ist dann wirklich hardcore.]