Du spürst das Gras…
…hier und da bewegt sich was, es macht dir Spaß, nein es ist nicht nur das…

Du spürst das Gras, hier und da, da liegt noch was
Freitag, 8. Mai 2009, 15:20 Uhr
Abgelegt unter: fundstücke, fußball, link, sport

So mancher wird sich gestern abend gefragt haben, wer da Hamburgs Gravgaard so irritiert hat, dass er im UEFA-Pokal-Halbfinalspiel Werder gegen HSV den Ball ins eigene Toraus bugsierte. Es war niemand geringeres als:

Die Papierkugel Gottes!

Und: sie twittert!



Fundstücke (3)
Freitag, 27. Februar 2009, 02:00 Uhr
Abgelegt unter: fundstücke

Andy Parsons in der BBC-Comedy-Show Mock the Week:

“Once again, they’ve been having a go at skinny models saying they give us a bad body image. Now, I’m not sure we’re quite that insecure, are we? When I see a skinny model I don’t think ‘Oh, I better go on a diet.’ I think ‘Oh, there’s a skinny model, I bet they’re hungry. I think I’ll have a pie!’”

Russel Howard, einer der aktuellen britischen Stand-up Comedians:

“I think the papers are making this country a worse place to live, don’t you feel like that? Just the unremitting horrors of the Daily Express; they could just get rid of the news and have every day: ‘DON’T GO OUTSIDE! IT’S FULL OF QUEERS, BLACKS AND CRIME! OH, IF ONLY DIANA WAS HERE!’”



Rezensentenrezession
Sonntag, 11. Januar 2009, 23:53 Uhr
Abgelegt unter: aufreger, film, fundstücke, polemik, popkultur

Dass viele Menschen in Deutschland synchronisierte Fassungen von fremdsprachigen Filmen bevorzugen, kann ich in bestimmten Fällen nachvollziehen, da mein Französisch nur zum Bestellen von Croissants und Milchkaffee langt, und meine Kenntnisse in Japanisch, Italienisch, Spanisch oder Chinesisch schlicht nicht vorhanden sind.
Dass viele allerdings auch gleich bei der ersten Fremdsprache Englisch kapitulieren, finde ich gelinde gesagt bedauerlich, aber selbst dafür kann es Gründe geben.

Nun haben wir da gelegentlich eine DVD, auf der sich eine restaurierte Fassung eines (englischsprachigen) Films befindet, mit Filmszenen, die vorher fehlten; diese Filmszenen können dementsprechend damals, als der Film zuerst rauskam, noch gar nicht synchronisiert worden sein. Da manche Synchronisationen locker über 50 Jahre alt sind, leben manche Inhaber der deutschen Stimmen auch schlicht nicht mehr und man kann sie nicht mehr ins Studio zerren. Deshalb sind die entsprechenden hinzugefügten Szenen im Film auf Englisch enthalten, wie denn auch sonst?
Und überhaupt: der Film ist jetzt näher an der Vollständigkeit, als damals zu sehen war – das ist was GUTES!

Wenn es dann Leute gibt, die so sehr den deutschsprachigen Ton erwarten, dass sie die DVD negativ bewerten, weil “der Ton immer sinnlos zwischen englisch und deutsch wechselt”[!!!!], dann fällt es mir echt schwer, angesichts so viel Dumpfheit nicht ausfallend zu werden.



Die englische Sprache ist was Schönes
Montag, 3. November 2008, 15:10 Uhr
Abgelegt unter: fundstücke

Überall auf der Welt gibt es Menschen mit skurrilen Hobbies. Besonders bekannt dafür sind ja die Engländer. Unter ihnen gibt es solche, die von der Architektur und dem unterschiedlichen Design des Kreisverkehrs(!) in England fasziniert sind. Dementsprechend haben sie sich natürlich zu einer Gruppe zusammengeschlossen. Dass es eine derartige Fangemeinde gibt, die Fotos und ganze Kalender von Kreisverkehren veröffentlicht, finde ich schon skurril.

Aber noch viel wunderschöner finde ich, dass sie sich den Namen ihrer Gruppe nicht etwa mit “Fan Club” oder “Party” verunstalten, sondern sich so profoundly and utterly British allen Ernstes The Roundabout Appreciation Society nennen!



Happy Halloween!
Freitag, 31. Oktober 2008, 12:06 Uhr
Abgelegt unter: fundstücke



And you think Michael Palin was the funniest Palin on earth!
Dienstag, 21. Oktober 2008, 22:11 Uhr
Abgelegt unter: fundstücke, politik, us-wahl

Okay, vor einigen Wochen hatte ich die Idee, eine Linksammlung anzulegen mit bemerkenswerten Video-Ausschnitten und Textzitaten, die Sarah Palin charakterisierten oder auf den Arm nahmen.

Ich habe das dann sein lassen, denn mit so einer Sturmflut an Material kam ich nicht zurecht. Wie hätte ich den Unmengen an Original-Interview-Schnipseln, Saturday Night Live-Sketchen, Youtube-Parodien, ätzenden Editorials und der Flut von Daily Show-Ausschnitten je Herr werden können?

Aber John Cleese zu Wort kommen lassen, ist ohnehin eine gute Idee und sein kurzes Statement dazu angenehm treffend:



Can someone tell me what happened to the Greek columns I requested?
Freitag, 17. Oktober 2008, 15:56 Uhr
Abgelegt unter: fundstücke, medien, politik, us-wahl

Politiker schreiben ihre Reden (meistens) nicht selbst. Und Pointen setzen gehört erst recht nicht zu ihren Aufgaben. Wenn also beim ehrwürdigen und doch lockeren Charity-Ereignis Alfred-E.-Smith-Dinner John McCain und Barack Obama sich selbst und ihren politischen Gegner gekonnt auf die Schippe nehmen, tun sie das nicht als eine Eigenleistung, sondern durch ihre Gagschreiber.

Unabhängig davon muss ich überrascht feststellen: die Reden sind wirklich witzig. Und ja, von beiden Kandidaten. Trotz aller Aufgesetztheit und Etikette des Anlasses, trotz einer kurzen Schleimspur zum politischen Gegner, trotz der möglichen “Das gehört sich so, aber sie selbst denken was ganz anderes”-Gedanken ist es wirklich entspannend, die Kandidaten mal auf diese Weise miteinander umgehen zu sehen.

John McCain, Teil 1:

John McCain, Teil 2:

Barack Obama, Teil 1:

Barack Obama, Teil 2:

Indirekt via Anke Gröner.



Keine Kosten, null Risiko und eine feste Zinsdauer
Donnerstag, 9. Oktober 2008, 15:39 Uhr
Abgelegt unter: aufreger, fundstücke, polemik, realsatire

…sind die Schlagworte einer kleinen Anzeige für Festgeld-Konditionen, die auf meinem Bildschirm erschien, als ich mich eben bei meiner Sparkasse vom Online-Banking ausgeloggt hatte. Und ich kam aus dem Lachen nicht mehr heraus.

Vorschlag für ein drinking game:
Jedes Mal einen Kurzen, wenn die geneigte Leserschaft in Zeiten wie diesen[tm] auf Plakate, Werbespots oder Anzeigen von Geldinstituten stößt, in denen es heißt:

  • [null, kein] Risiko
  • sicher
  • geringe Kosten
  • hohe Ausschüttung
  • garantierter Zinssatz
  • [gute, komfortable] Anlage
  • [gute, sichere, perfekte] Vorsorge

Damit kriegen wir die Wirtschaft allein durch den Absatz von Alkohol und Kopfschmerzmitteln wieder in den Griff.

[EDIT: Die Brisanz der Phrasen hat auch Auswirkungen auf andere Bereiche des öffentlichen Lebens, wie man bei Spreeblick feststellen kann.]



You’ve got to work hard if you want anything at all
Dienstag, 7. Oktober 2008, 15:17 Uhr
Abgelegt unter: fundstücke, musik, popkultur

(Depeche Mode, “Work Hard”, B-Seite der “Everything Counts”-Single, 1983)

James Brown war “the hardest working man in showbusiness”?
Oder arbeiten die Stones noch härter, wenn sie auch in 20 Jahren noch mit Gehhilfe auf der Bühne gekarrt werden?
Oder sind es Die Ärzte, deren Endlostourneen sie nach jeder Albumveröffentlichung in jede deutsche Stadt mit mehr als 500 Einwohnern bringen?

Spiegel Online weiß: Alles Luschen, die wirklich am härtesten arbeitenden Musiker auf diesem Erdenrund sind mit weitem Abstand die Helden meiner Teen- und Twen-Jahre: Depeche Mode!
Denn:

“Die Band sprengt inzwischen mit mehr als 100 Millionen verkauften Tonträgern und über 12 Millionen Konzerten[sic!] rockhistorische Dimensionen.”

Dave Gahan wird sie alle überleben und auf der Bühne in Grund und Boden wirbeln, ich wusste es schon immer!



Morgen dann aber wirklich!
Donnerstag, 2. Oktober 2008, 23:00 Uhr
Abgelegt unter: fundstücke, link

Neben der grundsätzlichen Aussage dieses Flowcharts finde ich die Pfeile, die nach der Beantwortung von “Are you hungry” beide auf “Find food” deuten, besonders nett.

[via ehrensenf.de]